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Frostschadenuntersuchungen

 an verschiedenen Sorten

   

Da im Jänner 2010 sehr tiefe Temperaturen in den Weinbaugebieten gemessen wurden, kam die Befürchtung auf, dass in den Weingärten ein höherer Frostschaden aufgetreten sein könnte. Am Standort Krems wurde am 27. Jänner ein Tiefstwert von Minus 18,8°C in zwei Metern Höhe und ein Tiefstwert von Minus 25°C am Boden gemessen (Daten der ZAMG). Nachdem einige Winzer bei uns an der Weinbauschule Krems nachgefragt hatten, wie sich die Situation darstellt, beschlossen wir, uns die Sachlage stichprobenartig anzusehen.

 

Um Empfehlungen für den Rebschnitt abgeben zu können hat Ing. Christoph Gabler von der Weinbauschule Krems im Februar 2010 die Knospen von vier verschiedenen Sorten untersucht. Die Untersuchungen fanden am ersten, zweiten und vierten Tag nach der Probennahme unter dem Auflichtmikroskop statt. Je Sorte wurden 100 Augen begutachtet, welche von unterschiedlichen Stöcken gleichmäßig verteilt im Weingarten entnommen wurden.

 

Ergebnisse:

Bei der Sorte Zweigelt am Standort Gedersdorf in einer Tallage waren 15% der Knospen geschädigt. Die weiteren Proben wurden in Krems, in der Umgebung der Schule, entnommen. Hier hat sich gezeigt, dass die Sorte Müller Thurgau am Standort Thalland in einer Ebene 11%, die Sorte Riesling am Standort Sandgrube an einem Südhang 8% und die Sorte Grüner Veltliner am Standort Sandgrube in einer Terrassenlage 5% Frostschaden aufweisen.

 

Fazit:

Bei den Untersuchungen konnte ein sehr moderater Schaden beobachtet werden. Änderungen beim Rebschnitt (Anschnittniveau = Augen/Stock) sind daher nicht unbedingt erforderlich. Wenn keine weiteren Witterungsextreme mehr auftreten, kann man daher von einem durchschnittlichen Austrieb ausgehen.

 

Darstellung eines durch Frost geschädigten Nebenauges. (Foto: C. Gabler)Frostschaden